Polizei Dortmund stört Veranstaltungen des Antifacampes

Pressemitteilung: Polizei Dortmund stört und verhindert Veranstaltungen des Bundesweiten Antifacamp Dortmund

Am Sonntag, den 26.08.2012, startete das Bundesweite Antifacamp seine Veranstaltungen in Dortmund. In einem Stadtrundgang in Hörde wurde über das ehemalige Straflager am Phönixsee informiert, sowie über die Arbeitskämpfe der ehemaligen Hoesch Mitarbeiter berichtet. Auch in Dorstfeld sollte ein Stadtteilspaziergang stattfinden. Die Polizei versuchte durchgängig, die Stadtrundgänge zu stören und verhinderte die Veranstaltung in Dorstfeld.

Das Bundesweite Antifacamp hat sich provisorisch im AZ Mülheim eingerichtet, nachdem die Stadt Dortmund den Aktiven den Tremonia Park verweigerte. An dem Stadtteilspaziergang in Dortmund Hörde haben ca. 80 Personen teil. Dabei wurde über das ehemalige Straflager am Phönixsee informiert. „Schon an diesem Punkt gab es Ärger mit der Polizei,“ berichtet Anna Potzetzki vom Antifacamp. „Sie hielt uns viel zu lange mit Auflagen auf, weil sie aus dem Spaziergang unbedingt eine angemeldete Versammlung machen wollten.“ Auf das Gelände des ehemaligen Phönixsees wurden die Antifaschisten auch nicht gelassen – dieses war mit einem Bauzaun großräumig abgesperrt. Als die Teilnehmer des Spazierganges eine Gedenktafel anbringen wollten, verhinderte die Polizei auch dies. Diese hängt nun provisorisch an einem Bauzaun. „Die Stadt Dortmund und die Polizei wollen anscheinend nicht nur das Camp, sondern auch seine Veranstaltungen verhindern. Dabei haben sie uns noch am Freitag mitgeteilt, dass sie unsere Veranstaltungen begrüßen und uns Orte zur Verfügung stellen möchten“, entrüstet sich Anna Potzetzki.

Auch im Stadtteil Dortmund Dorstfeld wollten die Camper im Exil Präsenz zeigen. Jedoch wurden die ca. 60 Antifaschisten von der Polizei festgesetzt, als Neonazis auftauchten. „Anstatt dass die Polizei die Neonazis in ihre Schranken weist, werden die antifaschistischen Veranstaltungen verhindert“, so Anna Potzetzki. „Wieder einmal spielt die Polizei Dortmund den Handlanger für die Neonazis“.