Antifas stören Wahlparty im Dortmunder Rathaus

Pressemitteilung: Antifa-Aktivisten stören Wahlparty im Dortmunder Rathaus

Am Abend des Sonntag, den 26.08. haben 50 Aktivisten des Bundesweiten Antifacamp Dortmund die zentrale Wahlparty im Dortmunder Rathaus gestört. Sie kritisierten die SPD für die extrem kurzfristige Absage an das Antifacamp und forderten in einer Erklärung einen Platz für das seit Monaten geplante Zeltlager. Sollte es kein Einlenken von den städtischen Vertretern geben, wollen die Organisatoren das Camp auf juristischem Wege durchsetzen.

Gegen 19 Uhr rollten 50 Aktivisten des Bundesweiten Antifacamp Dortmund ein Transparent aus und stürmten die Bühne auf der zentralen Wahlparty im Rathaus Dortmund. Sie verlasen eine Erklärung, in welcher sie einen Ort für ihr Zeltlager in Dortmund forderten. “Das Verbot ist eine Kampfansage an alle antifaschistischen Menschen und das, obwohl die sich die Stadt neuerdings das Thema Antifaschismus selbst auf die Fahnen schreibt,” ertönt es über die Lautsprecheranlage im gesamten Rathaus. Außerdem warfen sie der Stadtverwaltung und dem Innenministerium des Landes NRW vor, nur Symptome zu bekämpfen, anstatt die über Ursachen für neonazistisches Gedankengut aufzuklären. Die Antifaschisten betonten,dass sie sehr viel Unterstützung aus dem gesamten Bundesgebiet bekommen würden und wiesen auf eine Solidaritätserklärung mit über 200 Unterzeichnern, unter anderem dem Auschwitzkomitee, hin. Die Unterstützer fordern die Stadt Dortmund dazu auf, den Campern einen Ort zur Verfügung zu stellen.

Am Donnerstag, den 23.08. teilte der Oberbürgermeister Sierau den Medien und den Organisatoren des Antifacamps mit, dass sie ihre Veranstaltung nicht wie geplant im Tremonia Park durchführen können. Dies läge an Sicherheitsbedenken seitens der zuständigen Behörden, sowie einer Gefahrenprognose der Polizei Dortmund. Die Antifaschisten widersprachen dieser Darstellung und wiesen auf konstruktive Gespräche ihrerseits hin.

Das Camp wurde vorübergehend in das AZ Mülheim verlegt, wo die Aktiven eine provisorische Struktur eingerichtet haben. Die Organisatoren haben erneut eine Dauerkundgebung für den Tremonia Park bei der Versammlungsbehörde angemeldet. “Wir werden unser Recht auf Versammlungsfreiheit notfalls auch juristisch durchsetzen”, so Anna Potzetzki.