Das Antifacamp dankt für eure Hilfe

An dieser Stelle möchten wir allen herzlich danken, die durch ihre Mitarbeit, ihre Unterstützung und ihre Spenden das Antifacamp (im Exil) und somit eine Woche voller Polit-Veranstaltungen und Aktionen gegen Nazis ermöglicht haben! Ein besonderer Dank geht an das AZ Mülheim für das zur Verfügung stellen von Räumen, die VoKü, den EA, den Infopunkt, die Schutz-Crews, die Sanis, das Radio, die Awareness-Gruppe, die Referent*innen, die Moderator*innen, die Schreiber*innen, die Theken-Combos und an alle, die da waren. Wir sehen uns in Dortmund 2013!

Antifa ist und bleibt Handarbeit!

Pressemitteilung: Antifa – Jetzt erst recht!

Trotz des Versuches von Stadt und Polizei sich durch die Verbotsstrategie als alleiniger Akteur beim Protest gegen Nazis in Szene zu setzen, gab es am gestrigen Antikriegstag an verschiedenen Stellen lauten antifaschistischen Protest durch die antifaschistischen Bündnisse Alerta!, Dortmund stellt sich quer und das Antifaschistische Camp. Das Bundesweite Antifa-Camp rief für 13 Uhr zu einer Demonstration nach Dorstfeld auf. Diese Demo wurde von der Polizei mit der fadenscheinigen Begründung, es gäbe einen “polizeilichen Notzustand” verboten. Es konnte daher lediglich durch Redebeiträge und lautstarke Sprechchöre auf die ständige Behinderung und Diskreditierung antifaschistischer Politik insbesondere in den letzten zehn Tagen aufmerksam gemacht werden.

Der massive Einsatz von Polizeikräften machte es kleineren Gruppen schwer, sich frei in Dortmund zu bewegen. Der Stadtteil Dorstfeld wurde für Demonstrant_innen unzugänglich gemacht. Denken wir an die diesjährigen Schikanen und erinnern wir uns an die praktische Verhinderung antifaschistischer Proteste der letzten Jahre, entpuppt sich die Selbstinszenierung der Stadt als Heuchelei und Symbolpolitik. Nicht nur, dass die Polizei letztes Jahr Politik gegen Blockaden gemacht hat, sie hat auch letzten Sonntag eine antifaschistische Demo in Dorstfeld eingekesselt. Gleichzeitig konnten Nazis ungehindert Leute durch die Seitenstraßen jagen.

Verbote allein erledigen kein Naziproblem. Gegen Nazis hilft nur breite und konsequente antifaschistische Organisierung. Die staatliche Repression und der Versuch der Stadt Dortmund, uns durch die Extremismusdoktrin ins Aus zu drängen werden uns nicht davon abhalten, unseren Kampf gegen Faschismus, Rassismus und Antisemitismus in Dortmund und Region täglich fortzuführen.

Danke an die Gruppen von Alerta!, die zu unserer Kundgebung dazustoßen wollten, wegen der Verkürzung durch die Polizei aber nicht mehr rechtzeitig kommen konnten!
Danke an Dortmund stellt sich quer, die an unserer Kundgebung zahlreich teilgenommen haben!

Antifa ist und bleibt Handarbeit!

Die “Unkultur” meldet sich zu Wort

The Antifacamp did not take place
– Dortmunder Polizei “erspürt” unsichtbare Aggression

Ein Kommentar zur Rolle der Polizei am 1. September 2012. Wir möchten ja nicht immer darauf rumreiten, dass die Polizei Dortmund und der Oberbürgermeister uns mehr Steine in den Weg gelegt haben, als die von ihnen herbeihalluzinierten 300 gewaltbereiten Autonomen hätten schmeißen können, aber…

Es gibt da ein paar Dinge, die klargestellt werden müssen. Und darum wird es in den nächsten Wochen auch noch einmal Diskussionen, Texte und Repliken geben. Schon heute fangen wir damit an, denn vorhin ließ die Polizei verlautbaren: “Teilnehmer des sogenannten Antifacamp sind sehr aggressiv aufgetreten. Hier musste die Polizei robust auftreten.”
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Demo: Antifa! Jetzt erst recht.

13:00 | U-Bhf Kampstraße, Dortmund | Antifacamp-Abschlußdemo

Das Bundesverfassungsgericht hat die Aufmärsche der Neonazis, die am Wochenende in Dortmund geplant waren, verboten. Wir rufen trotz des Verbotes dazu auf, nach Dortmund zu kommen. Die Neonaziorganisation „Nationaler Widerstand Dortmund“ (NWDO) und ihre Demo sind zwar untersagt, doch klar ist: Verbote reichen nicht. Sie sind ein Resultat langjähriger antifaschistischer Arbeit in Dortmund und der Region, aber sich darauf auszuruhen, wäre fatal. Antifaschismus ist und bleibt Handarbeit, die uns niemand abnimmt.
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Stadtrundgang durch Dortmund-Dorstfeld

Am heutigen Vormittag beteiligten sich 50 Menschen am Rundgang zur jüdischen Geschichte und zum Nationalsozialismus in Dorstfeld. Gerade nach den massiven Behinderungen durch die Dortmunder Polizei und Stadtspitze war es wichtig, den Anspruch des Antifacamps nochmals durchzusetzen: Austausch mit Anwohner_innen und lokalen Aktivist_innen gegen Rechts sowie Präsenz im Stadtteil. Auf dem gesamten Weg wurden Zeitungen des Antifacamps an Anwohner_innen verteilt.
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Bundesverfassungsgericht Verbietet Neonazidemos am Wochenende

Das Bundesverfassungsgericht hat soeben entschieden, dass beide geplanten Demonstrationen der Neonazis am Wochenende verboten sind. Damit ist es der Polizei Dortmund nach den vergeblichen Versuchen in den Jahren 2009 und 2010 erstmals gelungen, eine rechte Großdemo in Dortmund zu untersagen.

Ob die Neonazis Ersatzveranstaltungen anmelden ist noch nicht bekannt. Nach der gestrigen Kundgebung der JN in Dortmund ist aber davon auszugehen das die Neonazis diese Niederlage nicht auf sich sitzen lassen.

Am Wochenende auf die Straße gegen Rechtsrockkonzert und Naziaufmarsch

Sieben Tage Antifacamp liegen hinter uns. Sieben Tage politische Aktionen gegen Nazis, Rassismus, Militarismus und für Soziale Kämpfe, aber auch sieben Tage Wut über die Polizeistadt Dortmund, in der Protest gegen Neonazis auf “Friedensfeste” und Verbote mit zweifelhafter Wirkung beschränkt bleiben soll.

Am Wochenende wird es noch einmal heiß in Dortmund. Mehrere Bündnisse mobilisieren gegen das Rechtsrockkonzert am Freitag in Lütgendortmund und den Naziaufmarsch in Hörde am Samstag. Die Verbote der Polizei können uns dabei nicht beruhigen. Immer wieder hat die Polizei mit teilweise hilflos wirkenden Argumentationen versucht den Naziaufmarsch Anfang September zu verbieten, und sind stets gescheitert. Unsere Erfahrung sagt uns: Naziaufmärsche werden auf der Straße verhindert.
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Stadtrundgang, Outingaktionen und eine Nazikundgebung – Viel los in Dortmund

In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung fand heute im Rahmen des Antifacamps ein historischer Stadtrundgang rund um den Hauptbahnhof statt.

Ein Schwerpunkt des Rundgangs lag auf der Nordstadt. Mit etwa 25 Teilnehmer_innen besuchte der Rundgang Orte des Widerstands und der Verfolgung zur Zeit des Nationalsozialismus. Stationen waren unter anderem der Brügmannpark, der Nordmarkt und der Standort der alten Synagoge. Abgeschlossen wurde der Rundgang mit einer Führung durch die Steinwache, ein ehemaliges Gestapo-Gefängnis.
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Gedenk- und Diskussionsveranstaltung zum Mord an Mehmet Kubaşik

Im überfüllten Saal des Haus Wichern in Dortmund Nordstadt setzen sich mehr als 150 VertreterInnen der Alevitischen Gemeinde, der Dortmunder Antifaschistischen Bündnisse Alerta und DAB, von “Dortmund Nazifrei” und „Dortmund stellt sich quer“ (DSSQ), TeilnehmerInnen des verbotenen Antifa-Camps, VertreterInnen des alevitischen Kulturvereins Dakme, vom deutsch-kurdischen Kulturverein, eine Referentin einer Mitarbeiterin des NSU Bundestagsausschusses und des “Apabiz Berlin” sowie Kutlu Yurtseven von MicMafia zusammen.
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Programm für Donnerstag, 30.8.

Donnerstag ist Antifa-Tag. Hier ein Überblick über die Aktionen und Veranstaltungen:

Diskussions- & Gedenkveranstaltung zum Mord an Mehmet Kubaşik

Am 4. April 2006 wurde Mehmet Kubaşik in seinem Kiosk in der Mallinckrodtstr. vom „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) ermordet.

Die Familie Kubaşik organisierte mit der kurdischen alevitischen Gemeinde einen Trauermarsch. Sie vermuteten die Täter im Nazi-Spektrum. Die staatlichen Behörden (Polizei, Staatsanwaltschaft, Geheimdienste) ermittelten ausschließlich in Richtung des Opfers, seiner Familie und Freund_innen. Eine breite öffentliche Solidarisierung mit der Familie blieb aus.

Im Herbst 2011 wurde bekannt, dass organisierte Neonazis die Mordserie begangen hatten, bei der sie insgesamt neun Männer mit migrantischem Hintergrund, darunter Mehmet Kubaşik, und eine Polizistin ermordet hatten.
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Programm für Mittwoch, 29.8.

Mittwoch ist antirassistischer Aktionstag (plus X)! Achtet auf Ankündigungen, z.B. via Ticker. Weiterhin gilt es, Stadt und Polizei Dortmund unter Druck zu setzen. Wegen des Mangels an Räumen müssen wir leider auch morgen wieder Abstriche im Programm machen. Hier ein Überblick über die Aktionen und Veranstaltungen:

Soziale Kämpfe nach Dortmund getragen: Ein Bericht vom Aktionstag

Gegen 10.30 Uhr haben Aktivist*innen des Antifacamps mit einem überraschenden Besuch des JobCenters Dortmund den Aktionstag “Soziale Kämpfe” eröffnet. Sie brachten Kaffee und Kuchen für die im Amt Wartenden mit.

In Redebeiträgen erklärten sich die Redner_innen solidarisch mit den Hartz-IV-Bedürftigen, aber auch mit prekär beschäftigten JobCenter-Angestellten, deren Arbeitsbedingungen verschlechtert werden. Die Aktivist_innen protestierten gegen Hartz-IV-Repressionen im Rahmen der Umstrukturierungen des Arbeitsmarktes.
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Tagesbericht vom antimilitaristischen Montag

Ein Erlebnisbericht. Trotz der andauernden Versuche von Stadtspitze und Polizei in Dortmund jegliche Antifa-Aktionen in der Stadt zu be- oder verhindern, fanden auch am gestrigen Montag von früh bis spät zahlreiche Veranstaltungen statt.
Bereits am frühen Vormittag intervenierten einige Antifaschist_innen bei einer Veranstaltung der Polizei in einer Dortmunder Schule. Die Einschüchterungsversuche von Polizist_innen, die den Schüler_innen im Falle einer Teilnahme an Blockaden mit Strafanzeigen und Einträge in ihr Führungszeugnis drohten, womit ihre berufliche Zukunft in Gefahr sei, konnten die anwesenden Antifaschist_iInnen leicht widerlegen und den Vortrag in eine Diskussion über Polizeigewalt umwandeln, vor der die Beamt_innen letztlich kapitulieren mussten.
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Programm für Dienstag, 28.8.

Dienstag ist Soziale Kämpfe -Tag! Leider muss aufgrund der herrschenden Umstände (der repressiven Stadt Dortmund) ein Teil der geplanten Progamms ausfallen. Hier ein Überblick über die Aktionen und Veranstaltungen:

Friedhofsruhe in Dortmund

Pressemitteilung: Öffentliche Verlautbarungen von Dortmunder Polizei und Stadtspitze entpuppen sich auf den Straßen der Stadt als Farce. Während antifaschistische Proteste in Dorstfeld unterbunden werden, können die Neonazis im Stadtteil ungehindert agieren.

Am heutigen Tag hat das Polizeipräsidium die für das kommende Wochenende geplanten Neonazi -Veranstaltungen in Dortmund verboten.
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“Slime” auf dem Antifacamp im Exil

Am Dienstag unser zweites Konzert mit Slime, Guts Pie Earshot und Refpolk stattfinden. Der Ort steht noch nicht fest, und wird im Laufe des Dienstags bekannt gebeben. Das Konzert wird, wie der Rest des Programms, auf jeden Fall stattfinden. Wir hoffen, dass möglichst viele von euch die Gelegenheit nutzen werden, so hochkarätige Bands gegen eine Spendenempfehlung von 2 – 5 € live zu erleben. Wir hoffen aber natürlich auch, dass viele von euch unsere politischen Aktionen, Vorträge und Workshops ebenfalls besuchen werden.
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Antifa Radio täglich 19-22 Uhr

In diesem Jahr gibt es wieder Antifa-Radio aus Dortmund. Vom 27.8. bis zum 30.8. wird abends über die Aktionen des Tages berichtet. Am 31.8. und am 1.9. werden alle Proteste live begleitet. Das Programm besteht aus einer Mischung aus Kultur und Politik: Liveberichterstattungen, Interviews, Hintergrundberichte, Lesungen & Musik.

Den Audiostream und weitere Infos findet ihr unter radio.nadir.org. Alle die selbst Radio wollen wenden sich an radio[at]free.de (Redaktionssitzung täglich um 16 Uhr).

Programm für Montag, 27.8.

Montag ist antimilitaristischer Aktionstag! Hier ein Überblick über die Aktionen und Veranstaltungen:

Das Wort zum Sonntag

Ein Erlebnisbericht. Trotz schlechtem Wetters und Schikanen durch die Polizei – die beispielsweise Menschen, die zu der Veranstaltung wollten, riet nicht dort hinzugehen – fand der antifaschistische Stadtrundgang durch Dortmund Hörde am heutigen Vormittag wie geplant statt.

Redebeiträge unter anderem von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/BdA) erinnerten an die in Hörde verfolgten, gefolterten und ermordeten Zwangsarbeiter_innen, politischen Gefangenen und Kriegsgefangenen.
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Das Antifacamp, die Stadtoberen in Dortmund und die Nazis

Dürfen Faschos auch verreisen? – Nicht ohne uns im Schlepptau

Die Ruhrnachrichten vermelden am Sonntag: „Die Sicherheitslage in Dortmund spitzt sich knapp eine Woche vor dem Neonazi-Aufmarsch in Dortmund-Hörde zu“. Grund für diese Einschätzung: Nach einer Großkundgebung mit ca. 100 Nazis in Wuppertal-Vohwinkel gegen die Verbote und Razzien vom Donnerstag, reisten die „Kameraden“ gemeinsam weiter nach Dortmund. Von dort aus wurden 25 von der Polizei nach Hause eskortiert, die restlichen 75 mussten wieder in ihre eigenen Städtchen zurückfahren.
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Antifas stören Wahlparty im Dortmunder Rathaus

Pressemitteilung: Antifa-Aktivisten stören Wahlparty im Dortmunder Rathaus

Am Abend des Sonntag, den 26.08. haben 50 Aktivisten des Bundesweiten Antifacamp Dortmund die zentrale Wahlparty im Dortmunder Rathaus gestört. Sie kritisierten die SPD für die extrem kurzfristige Absage an das Antifacamp und forderten in einer Erklärung einen Platz für das seit Monaten geplante Zeltlager. Sollte es kein Einlenken von den städtischen Vertretern geben, wollen die Organisatoren das Camp auf juristischem Wege durchsetzen.
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27.8.: Antimilitaristischer Aktionstag

Antimilitaristische Stadtführung gegen Krieg und Militarisierung
Gedenkrundgang mit dem Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann

Montag 27.8.2012 | 11 Uhr Katharinentreppe am Hauptbahnhof Dortmund

Gemeinsame Mobilisierung „gegen braun und olivgrün“

Spätestens seit 1999 und der vom damaligen Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) und Ex-Außenminister Josef Fischer (Die Grünen) vorangetriebenen Legitimation neuer deutscher Kriege (statt „Nie Wieder Krieg und Faschismus!“ hieß es nun „Nie wieder Auschwitz und daher wieder deutsche Kriege!“) müssen wir eine Aufspaltung von antifaschistischer und antimilitaristischer Bewegungen feststellen. Der Mainstream-Antifaschismus „bunt statt braun“ hat mit dem antimilitaristischen Kampf „gegen braun und olivgrün“ nicht viel im Sinn. Wir wollen mit dem geplanten Aktionstag für die unabdingbare Verklammerung von Antifaschismus und Antimilitarismus werben.

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Polizei Dortmund stört Veranstaltungen des Antifacampes

Pressemitteilung: Polizei Dortmund stört und verhindert Veranstaltungen des Bundesweiten Antifacamp Dortmund

Am Sonntag, den 26.08.2012, startete das Bundesweite Antifacamp seine Veranstaltungen in Dortmund. In einem Stadtrundgang in Hörde wurde über das ehemalige Straflager am Phönixsee informiert, sowie über die Arbeitskämpfe der ehemaligen Hoesch Mitarbeiter berichtet. Auch in Dorstfeld sollte ein Stadtteilspaziergang stattfinden. Die Polizei versuchte durchgängig, die Stadtrundgänge zu stören und verhinderte die Veranstaltung in Dorstfeld.
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Antifacamp im Exil – Aktionen im ganzen Ruhrgebiet

Pressemitteilung: Antifacamp im Exil – Antifas starten Aktionen im ganzen Ruhrgebiet

Seit Freitagabend, den 24.08., starten die Aktionen rund ums Antifacamp vom AZ Mülheim aus – 30 Fahrtminuten von Dortmund entfernt. Die Stadt Dortmund hatte am Donnerstagnachmittag kurzfristig dem Antifacamp die vorab zugesicherte Genehmigung entzogen, im Tremoniapark zwischen Dorstfeld und dem Kreuzviertel zehn Tage lang zu campen.
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Offener Brief des AStA Duisburg-Essen

Im Folgenden dokumentieren wir einen offenen Briefs des AStA der Universität Duisburg-Essen zum Umgang der Stadt Dortmund mit dem Antifacamp:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
Sehr geehrter Herr Sierau,

über die Presse mussten wir erfahren, dass Sie in Ihrer Funktion als Oberbürgermeister der Stadt Dortmund das bundesweite Antifacamp Dortmund verhindern wollen. Den Organisator*innen wird es versagt, ihr Camp im von der Stadt zuvor angebotenen Tremonia Park aufzubauen. Das wurde den Verantwortlichen nur einen Tag vor Begin des Camps mitgeteilt.
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Programm für Sonntag, 26.8.

Das Antifacamp-Programm geht weiter: Wir werden jeden Tag mit Aktionen und Veranstaltungen in Dortmund präsent sein. Da das AZ Mülheim bis zur Durchsetzung eines Camps in Dortmund der Ort ist, von welchem aus wir agieren, werden einige Abendveranstaltungen hier stattfinden.

Das Programm für die folgenden Tage wird jeweils kurzfristig veröffentlicht.

Antifacamp im Exil erfolgreich gestartet!

“Gute Stimmung im AZ Mülheim“ – Ein Erlebnisbericht

Heute sind die ersten Aktionen des Antifacamps erfolgreich und wie geplant angelaufen.

Vormittags wurde die Kundgebung des sogenannten NPD-Flagschiffes an den Katharinentreppen gestört. Gleichzeitig kam die Info, dass in den frühen Morgenstunden der Neonazikader Dennis Giemsch an seinem neuen Wohnort geoutet wurde – mit Flugblattaktion und Nachbarschaftsaufklärung.
Danach startete auf der anderen Seite des Hauptbahnhofes die geplante Auftaktdemo des Camps.

Kraftvoll, schwarz, bunt und lautstark zog die Demonstration trotz diverser Nervereien der Bullen bis zum ehemaligen „nationalen Zentrum“, dem jetzigen Regenbogenhaus in der Rheinischen Straße (R135), welches nach wie vor mit Farbbomben geschmückt ist.
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Zum Verbot des Antifacamps in Dortmund

Seit 2005 findet der jährlich von der Dortmunder Neonaziszene organisierte Aufmarsch „gegen imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege“ zum Antikriegstag statt. Dieser hat sich in den letzten Jahren zu einem Großaufmarsch entwickelt, an dem Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet vor allem aus dem Spektrum der so genannten „Autonomen Nationalisten“ teilnehmen. Jedes Jahr gibt es gegen dieses Nazi-Event antifaschistische Proteste.
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Veranstaltungen für Samstag, 25.8.

Antifacamp im Exil im AZ Mülheim: Pennplätze, Vokü, Infopoint. Wenn ihr zum Camp wollt und nicht mit Gepäck nach Dortmund kommen wollt, ist hier euer Anlaufpunkt. Dennoch werden wir ganztägig in Dortmund mit Aktionen gegen die Neonazis und die Verhinderung des Antifacamps präsent sein. Achtet auf Ankündigungen und Ticker-News (@antifa_camp, @amzdo)

  • 12:00 – 15:00 Uhr, Dortmund Innenstadt: Auftaktdemo gegen die Verhinderung des Antifacamps
  • 18.00 Uhr, AZ Mülheim: Plenum
  • 22:00 Uhr, AZ Mülheim: Konzert mit Yok, Sniffing Glue und Waving the Guns

Das Antifacamp ist verhindert. Wir sind trotzdem da!

Die Stadt Dortmund und die Polizei haben das Antifacamp verhindert. Durch geschickte taktische Manöver und schließlich den Einsatz ihrer Machtmittel hat die Staatsgewalt uns ausgebootet und auflaufen lassen. Der in Verhandlungen mit staatlichen Stellen für autonome Strukturen stets notwendige Plan B, mit Druck auf die Verantwortlichen eine Entscheidung zu erzwingen, hat nicht funktioniert: Die Stadt Dortmund ist bereit, den politischen Druck, der von allen möglichen Seiten auf sie einprasselt, z.B.vom Auschwitz-Komitee, auszusitzen. Dementsprechend beschissen war der Tag, der eigentlich im Zeichen des Campaufbaus stehen sollte.
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Wo, wo, wo wart ihr in Rostock?

Kraftvolle Demo trotz Campverbot

Am Freitag morgen, als eigentlich das seit Monaten geplante und breit beworbene Bundesweite Antifacamp starten sollte, fand sich vor dem Dortmunder Rathaus ein großes Polizeiaufgebot ein. Hier sollte eine Demonstration stattfinden gegen das Campverbot, welches am Vortag überraschend ausgesprochen worden war. Obwohl die Zahl an Polizist_innen im Laufe des Tages etwas heruntergefahren wurde – um dann für die Verhinderung der eigentlichen Abschlussdemoroute wieder hochgefahren zu werden – konnte sich niemand über einen Mangel an Staatsmacht-Präsenz beschweren. Morgens wurde bekannt, dass die Polizei den AnwohnerInnen des geplanten Camports erzählt hatte, dass die Antifas „Kinder auf dem Schulweg schlagen würden“ – was selbst die „Gewarnten“ für großen Unsinn hielten, wie sie uns später bestätigten.
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Antifacamp ruft zu Platz-Contest auf

Die Organisatoren des bundesweiten Antifacamps in Dortmund rufen dazu auf, alternative Platzvorschläge einzubringen. „Ob Bauer, Pfarrer, Jugendzentrum – Wer uns einen Platz anbieten möchte, der möge auf dem Friedensplatz vorbei kommen und mit uns ins Gespräch treten. Der schönste Platz gewinnt.“ so Tobias Schmidt, Pressesprecher des Antifacamps „Wir sind dort den ganzen Tag erreichbar.“
Die Organisatoren bieten OB Ulrich Sierau weiterhin Verhandlungsgespräche an und betonten, dass alle geplanten Veranstaltungen stattfinden werden.

Das Antifacamp und die Stadt Dortmund – Eine Provinzposse

Pressemitteilung: Am gestrigen Nachmittag stellte Oberbürgermeister Ulrich Sierrau fest, dass er nach einem Gespräch mit den Sicherheitsbehörden ein Antifacamp in Dortmund nicht genehmigen könne.

Neben einer Anreise von „300 gewaltbereiten links-Autonomen“ müsse damit gerechnet werden, dass sich die Nazis durch ein Anrifacamp provoziert fühlen. Außerdem sei nicht sicher, ob die Veranstalter den zahlreichen Anforderungen einer Veranstaltung wie Abwasserentsorgung und Sicherheitskonzept nachkommen könnten. Er hätte keine andere Wahl gehabt, als das Camp nicht zu genehmigen.

Diese Darstellung möchten die Organisatoren des Antifacamps nicht auf sich sitzen lassen. „Die aktuellen Entwicklungen stellen den Höhepunkt einer Provinzposse dar, die ihresgleichen sucht“, so Pressesprecher Tobias Schmidt. „Um deren Ausmaß im vollen Umfang zu begreifen, ist es nötig, sich den gesamten Verlauf der Verhandlungen um einen Platz für das Antifacamp vor Augen führen.“
Seit Anfang des Jahres wurde das Antifacamp öffentlich bekannt gemacht und beworben. Dieser Prozess lief offen und für jeden nachvollziehbar ab. „Aktuelle Entwicklungen und Planungen wurden seit Anfang des Jahres auf unserer Homepage veröffentlicht. Es ist nicht zu glauben, die Stadt habe hiervon nichts mitbekommen.“, so Tobias Schmidt.
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»Verkehrte Welt in Dortmund« – Erklärung des Auschwitz-Komitees

Im Folgenden dokumentieren wir eine Erklärung des Auschwitz-Komitees in der Bundesrepublik Deutschland e.V. zum Verbot des Antifa-Camps in Dortmund vom Freitag, den 24. August 2012:

Verkehrte Welt in Dortmund:

Mit Entsetzen haben wir vom heutigen Verbot des Antifa-Camps in Dortmund Kenntnis genommen. Das Camp ist schon langfristig vom 24.8. bis zum 2.9.2012 geplant. Da werden in der Neonaziszene in um um Dortmund heute große Waffenarsenale entdeckt, aber “im Interesse des städtischen Friedens”, wie es heißt, wird daraufhin das Antifa-Camp verboten. “Zudem ist davon auszugehen, dass es auch von außen zu erheblichen Provokationen kommen wird, die im Ergebnis zu gewaltsamen Auseinan­dersetzungen führen werden, u.a. hat die rechte Szene für den kommenden Freitag bereits einen Aufzug im Bereich des Tremoniaparks gegen das Antifa-Camp angemeldet.” So steht es in der Verbotsmitteilung der Stadt Dortmund.

Esther Bejarano, Auschwitz-Überlebende und Vorsitzende des Auschwitz-Komitees, ist empört über das Verbot:
“Das ist eine unsägliche, unverzeihliche und folgenschwere Provokation durch die Dortmunder Polizei und die Sicherheitsbehörden. Und eine Kapitulation vor der braunen Suppe. Die Antifas werden mal wieder mit den Nazis auf eine Stufe gestellt. Das sind unglaubliche Zustände hier im Deutschland des Jahres 2012!”
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Alle nach Dortmund! Jetzt erst recht.

Auch wenn die Stadt ihr Angebot für den Tremoniapark in letzter Minute zurückgenommen hat und damit faktisch versucht das Antifacamp zu verhindern, halten wir weiterhin an unseren Plänen fest. Wir werden in den nächsten zehn Tagen in Dortmund aktiv sein und uns gegen Neonazis, Rassismus, Militarismus und soziale Ausgrenzung engagieren. Wir werden aber auch die Stadt Dortmund mit den Konsequenzen ihrer Blockadehaltung konfrontieren und klarstellen, dass Antifaschismus mehr ist als einmal im Jahr ein Straßenfest gegen rechts zu organisieren.

Die Stadt hat sich mit ihrer heutigen Erklärung zum Camp den Forderungen der Neonazis gebeugt, das Antifacamp nicht stattfinden zu lassen. Was hilft ein Verbot rechter Organisationen, wenn nicht über die Wurzeln von rechter Gewalt, nämlich rassistische und nationalistische Einstellungen in der Gesellschaft, geredet werden kann, wenn Versammlungen, die mehr wollen als eine Bekämpfung der Symptome, verhindert werden?

Auch nach dem Verbot des NW Dortmund laufen mehrere Dutzend gewaltbereite Neonazis durch diese Stadt, die regelmäßig Menschen angreifen, Anschläge verüben und ihre Hetze verbreiten. Das sie sich nun nicht mehr „Nationaler Widerstand Dortmund“ nennen dürfen, wird sie daran nur wenig hindern.

Wir treffen uns morgen um 10:00 Uhr am Friedensplatz. Reist auch den ganzen Tag über an. Mit vereinten Kräften können wir einen Platz für unser Camp durchsetzen und damit ein außerordentlich wichtiges politisches Zeichen setzen. Egal was passiert, für Verpflegung und sichere Schlafplätze ist gesorgt. Es besteht die Möglichkeit Gepäck vor Ort unterzubringen.Wir werden an unseren Veranstaltungen festhalten. Kommt alle nach Dortmund und vergesst eure Zelte nicht!

Achtet auf aktuelle Ankündigungen!
Venceremos!

Erklärung der VVN-BdA zum Antifa-Campverbot

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten NRW hat eine Erklärung zum Umgang der Stadt Dortmund mit dem Antifacamp veröffentlicht:

»Die Stadt Dortmund hat das Antifa-Camp, das morgen eröffnet werden sollte, verboten. Das geschah auf Anweisung der Polizeibehörde und entspricht den Forderungen der gerade erst verbotenen Nazi-Kameradschaften, die mit einer Gegendemo gegen das Camp gedroht hatten. Die VVN-BdA NRW protestiert gegen diese den rechten Kräften in die Hände arbeitende Maßnahme. Dortmund hat sich in den letzten Wochen quasi zur Hauptstadt der Bewegung gegen Rechts erklärt, – da kommt diese Botschaft. Besonders bedauerlich ist, dass sich die „Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ der Stadt, mit der die Verbindung zu den zivilgesellschaftlichen Gruppen hergestellt werden soll, an diesem Vorgehen beteiligt. Wir sind tief enttäuscht. Mit dem Vorgehen der Stadt wird die demokratiefeindliche Anti-Extremismuspolitik der Bundesregierung nun in Dortmund vollzogen. Wir werden an den antifaschistischen, antimilitaristischen Stadtrundgängen des Antifa-Camps am Sonntag und Montag, die hoffentlich stattfinden werden, teilnehmen.«

Stadt und Polizei suchen Konflikt mit dem Antifacamp

Pressemitteilung: In einem Gespräch hat die Stadt Dortmund heute bekanntgeben, das sie dem Antifacamp die Genehmigung verweigert. Vertreter des Vorbereitungskreises sind empört und werfen der Stadt einen Angriff auf die Versammlungsfreiheit vor.

„Die Entscheidung von Oberbürgermeister Sierau ist eine politische Bankrotterklärung“, so Tobias Schmidt, Pressesprecher des Antifacamps. „Besonders die Tatsache, dass eine von Neonazis angemeldete Demonstration gegen das Camp ein Ablehnungsgrund gewesen ist, macht uns fassungslos. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: weil eine seit heute verbotene Organisation von gewaltbereiten Neonazis gegen unser Camp demonstrieren will, wird uns eine Genehmigung verweigert.“

In den Verhandlungen ist laut Schmidt von solchen Problemen keine Rede gewesen. „Hauptsächlich wurden uns Fragen zur Anzahl der Toilettenhäuschen, dem Wasseranschluss und Rettungswegen gestellt“, so Schmidt. „Wir sind davon ausgegangen und in dem Glauben gelassen worden, dass generelle Bedenken gegen das Camp ausgeräumt seien. Mit der jetzigen Absage sind die Gespräche, die in den letzten Tagen und Monaten mit der Stadt geführt worden sind, völlig entwertet. Besonders die Koordinierungsstelle der Stadt hat sich als nutzlos erwiesen.“

Besonders empört sind die Antifaschisten über das Verhalten der Polizei. „In mehreren Gesprächen haben Beamte der Polizei Dortmund, zum Beispiel Herr Lukat, der Leiter des ständigen Stab, uns versichert, man wolle dem Camp keine Steine in den Weg legen. Jetzt, am Tag vor dem Aufbau des Camps, legt die Polizei plötzlich ein Horroszenario vor, um die Stadt dazu zu bewegen, uns die Genehmigung zu verweigern. Das sich die Stadt von der Polizei ihre Politik derart diktieren lässt, ist ein einmaliger Vorgang und lässt die Frage zu, wie es um die Gewaltenteilung in Dortmund bestellt ist.“

Die Organisatioren beraten zur Stunde über ihr weiteres Vorgehen. „Wir haben permanent das Gespräch mit den verantwortlichen Behörden gesucht, gebracht hat das offenbar nichts. Diese Absage einfach hinzunehmen ist für uns keine Option,“ schließt Schmidt. Eine Ausführliche Stellungnahme folgt im Laufe des Abends

Antifacamp findet im Tremoniapark statt

Pressemitteilung: Das Antifacamp Dortmund findet im Tremoniapark statt. Nachdem es in den letzten Wochen viel Kontroversen um das vom 24.8. bis zum 2.9. stattfindende Camp gegeben hatte, sind städtische Stellen und die Organisatoren Anfang der Woche zu einer Einigung gelangt.

“Der Tremoniapark bietet uns beste Voraussetzungen für zehn Tage voll mit Vorträgen, Workshops und Aktionen gegen die Dortmunder Neonaziszene”, so Tobias Schmidt, Pressesprecher des Vorbereitungskreises für das Camp. Geplant sind unter anderem Aktionstage gegen Rassismus, Militarismus und zu sozialen Kämpfen. In einer Diskussionsrunde zum Mord an Mehmet Kubasik wollen sich die Antifa-Aktivisten zusammen mit alewitischen und kurdischen Gruppen über den Umgang mit den Morden der rechten Terroristengruppe “NSU” austauschen.
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Vom Camp zur Limesse und zurück

Theorie und Praxis – Meet-and-Greet.

Am ersten Wochenende des Antifacamps findet im Bahnhof Langendreer die zweite libertäre Medienmesse (Limesse) statt. Libertäre Verlage und Medienproduzent_innen aus der BRD, der Schweiz, Österreich, Spanien, der Türkei und Großbritannien stellen hier ihre Projekte vor. Auf dem Programm steht, neben Veranstaltungen zu (Web-)Aktivismus und sozialen Kämpfen, auch z.B. die Gründung der Anarchistischen Föderation Rhein-Ruhr. Veranstalter_innen der Limesse und das Orga-Team des Antifacamps sind früh überein gekommen, dass ein reger Austausch zwischen den beiden Events für alle ein Gewinn sein wird. Alle Teilnehmenden der Limesse sind herzlich eingeladen, am Sonntag ins Camp umzuziehen und mit uns gemeinsam Präsenz zu zeigen gegen den Neonazismus. Für Kurzentschlossene wird es daher am Sonntag nachmittag noch eine Infoveranstaltung zum Antifacamp im Bahnhof Langendreer geben. Im Anschluss daran können wir direkt gemeinsam nach Dortmund fahren. Auch an den anderen Tagen freuen wir uns natürlich über Besuch von der Limesse (z.B. Samstag abend zum Konzert!) – dank günstiger S-Bahn-Verbindungen dauern Hin- und auch Rückfahrt weniger als 30 Minuten. Bei Bedarf kann auch hier eine gemeinsame Anreise organisiert werden.

Allen Organisator_innen und Gästen der Limesse wünschen wir ein erfolgreiches und spannendes Wochenende und senden die besten Grüße in die Nachbarstadt!

Stadt Dortmund bietet Antifacamp einen Ort an

In die Verhandlungen um einen Ort ist in der letzen Woche Bewegung geraten. Am Freitag hat die Stadt uns, dem Vorbereitungskreis des bundesweiten Antifacamps, einen konkreten Ort angeboten. Endgültig entschieden wird nach einem Gespräch mit den zuständigen Ämtern am Montag vormittag, danach wird der Ort bekannt gegeben.

Als Vorbereitungskreis des Antifacamps sind wir zuversichtlich, dass es am Montag zu einer Einigung kommt: Das Camp bekommt einen Ort!

Offener Brief des Auschwitz-Komitees

Im Folgenden dokumentieren wir einen offenen Brief des Auschwitz-Komitees in der Bundesrepublik Deutschland e.V. vom Mittwoch, den 15. August 2012:

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin Kraft,
Sehr geehrter Herr Innenminister Jäger,
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Sierau,
Sehr geehrter Herr Polizeipräsident Wessler,

Mit Empörung verfolgen wir die Auseinandersetzungen um das geplante Antifa-Camp in Dortmund Dorstfeld vom 24.08. bis 02.09. 2012.
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Das Programm zum Antifasommer

Pressemitteilung: Antifacamp stellt detailliertes Campprogramm vor

Zehn Tage vor Beginn des Bundesweiten Antifacamps in Dortmund-Dorstfeld stellen die Organisatoren das Campprogramm ausführlich vor. In der Woche vom 24.08.-02.09. sind auf dem Campgelände, in Dorstfeld und im restlichen Dortmunder Stadtgebiet vielfältige Veranstaltungen rund um das Thema Antifaschismus geplant.
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Noch zehn Tage bis zum bundesweiten Antifacamp…

Liebe Camper_innen!

Für die Zeit vom 24. August bis zum 2. September haben wir uns ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Wir wollen den alljährlichen Aktionswochen der Nazis in Dortmund aktiv begegnen, darüber hinaus aber auch eigene Themenfelder besetzen und zeigen, dass Antifa mehr ist als „nur gegen Nazis“ zu sein.

Ein solches Vorhaben ist nicht nur wegen der Nazis schwierig, sondern auch, weil Polizei und Teile der Stadt unserem Camp nicht gerade wohlwollend gegenüber stehen.
Wir haben uns im Vorfeld entschieden, ein strömungsübergreifendes Camp zu veranstalten. Das ist keine Floskel, sondern ein ernst gemeintes Anliegen, welches wir angesichts der Nazi-Übergriffe, Morde und des weit verbreiteten Alltagsrassismus auch für dringend notwendig halten.
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Stadt kapituliert im Kampf gegen Neonazis

Pressemitteilung: Die Ereignisse rund um das Antifacamp in Dortmund-Dorstfeld spitzen sich zu.

Nachdem gestern ein Positionspapier der Stadt Dortmund zum Antifacamp bekannt wurde, werfen die Veranstalter der Stadtverwaltung vor, im Kampf gegen Neonazis zu kapitulieren. Auch die Polizei steht in der Kritik, weil sie dem Camp den Status einer politischen Versammlung nach wie vor absprechen will.
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InfoVV im Mehringhof Berlin

Last Call Antifacamp Dortmund

+++ 19. August | 19 Uhr | Info-VV | Mehringhof Berlin | Blauer Salon +++

Wie ist der letzte Stand der Dinge? Welche Aktionen und Veranstaltungen sind geplant? Wie komme ich am besten nach Dortmund und mit wem könnte ich eine Fahrgemeinschaft machen? Wo wird das Camp aufgebaut? Was ist mit den Vorbereitungen zum Naziaufmarsch?

Am 19. August – eine Woche vor Beginn des Antifacamps in Dortmund – lädt die Vorbereitung Berlin-Brandenburg zu einer Info-VV ein. Wir wollen über den Stand der Dinge berichten und Infos zusammentragen, zusammen diskutieren, vielleicht gemeinsame Anfahrten klären und daran erinnern, dass Zelt, Schlafsack, Isomatte, Stadplan, gute Freund_innen und gute Ideen, helfende Hände, Campmaterialien usw. mitzubringen sind – Selbstorganisation statt Versorgungsmentalität!
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Koordinierungstelle verweigert Unterstützung

Pressemitteilung: Koordinierungstelle gegen Rechts verweigert Antifacamp die Unterstützung

Heute fand ein Gespräch zwischen dem Organisationskreis des Antifacamps und der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie der Stadt Dortmund statt. Das Gespräch, bereits das zweite Treffen in diesem Rahmen, verlief aus Sicht der Antifaschisten erschreckend. Die Koordinierungsstelle verweigert den Organisatoren die Unterstützung.

”Die Koordinierungsstelle erklärt in ihrem Selbstverständnis, dass ‘Aktivitäten gegen Rechts effektiv vernetzt, unterstützt und zielgerichtet ausgebaut’ werden sollen”, so Tobias Schmidt, Pressesprecher des Organisationskreises. ”Statt diesem Auftrag nachzukommen, wurde uns mit fadenscheinigen Begründungen und Unterstellungen eine Zusammenarbeit verweigert.”
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Interview mit Lena Stöhrfaktor

Am 12. Juli traten Lena Stöhrfaktor, Tapete, Crying Wölf, DJ Noizy Neighbour und Jibel Jay bei einem Solikonzert in Oberhausen zugunsten des Antifacamps in Dortmund auf. Anna Potzetzki vom Dortmunder Antifacamp interviewte Lena zu der Camp-Idee und den Verbotsforderungen der Dorstfelder CDU.

Anna: Hi Lena! Bist du gut im Pott angekommen? Wie gefällt es dir im Druckluft Oberhausen?
Lena: Hi, ja danke für die Einladung. So eine Reise aus Berlin hier hin ist anstrengend, aber es gefällt mir gut hier. Viele nette Leute und ein gut organisierter Laden hier.

Anna: Du bist extra aus Berlin gekommen. Was hat dich bewegt, so weit zu reisen und bei einem Solikonzert für eine antifaschistische Aktion zu spielen?
Lena: Ich bin generell gerne unterwegs uns präsentiere meine Musik. Aber noch lieber präsentiere ich meine Musik bei Konzerten mit politischem Hintergrund.
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Eine Antwort auf den Neonaziterror?

Im aktuellen »Antifaschistischen Infoblatt« (AIB Sommerausgabe #95, Seite 32f) ist ein Gastbeitrag der Vorbereitungsgruppe des bundesweiten Antifacamps erschienen. Im Folgenden der Artikel in voller Länge:

»Als wir von der Nagelbombe erfuhren, war uns sofort klar, dass es sich bei dem Anschlag weder um Schutzgeld, noch um Drogengeschäfte [...] handeln konnte. [...] Es war so einfach zu sehen, dass das Motiv politisch, ja rassistisch war. Bei der Polizei hieß es, es werde nicht im rechten Milieu ermittelt, denn die Neonazis würden nicht so drastisch vorgehen.«
(Kutlu Yurtseven, Sänger von Microphone Mafia und 2004 Bewohner der Kölner Keupstraße)

Eine Antwort auf den (mörderischen) Neonaziterror?

Auf zum bundesweiten Antifa-Camp in Dortmund!
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Antifa-Camp informiert in Dorstfeld

Pressemitteilung: Das antifaschistische Camp, das vom 24.8. bis zum 2.9.2012 in Dortmund-Dorstfeld stattfinden wird, hat sich gestern in Dorstfeld vorgestellt.

Mit auf deutsch und türkisch verfassten Flugblättern informierten etwa 25 Aktivisten die Anwohner und Gewerbetreibende im Viertel über das Vorhaben des Camps und seine Ziele.
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Polizei spielt taktische Spielchen

Pressemitteilung: Polizei bezweifelt Versammlungscharakter des Antifa-Camps

Für das Ende August geplante Antifa-Camp in Dortmund-Dorstfeld fand am Mittwoch, den 1. August, ein vorbereitendes Gespräch zwischen Veranstaltern und Polizei statt. Dabei vertrat die Polizei den Standpunkt, dass es sich bei dem als Dauerkundgebung angemeldeten Camp nicht um eine Versammlung handle. Zuständig sei daher die Stadt Dortmund und zur Durchführung somit zahlreiche Einzelentscheidungen unterschiedlichster Behörden einzuholen. Die Organisatoren des antifaschistischen Zeltlagers haben für die Interpretation der Polizei kein Verständnis.
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Dortmunder Neonazis vor Gericht

In der antifaschistischen Zeitschrift »der rechte rand« (137/2012, Seite 11) ist ein Beitrag von Mascha Lewandowska vom Dortmunder Antifacamp erschienen, den wir im Folgenden dokumentieren.

Gegenstand sind die – oft schleppenden – Ermittlungen und Gerichtsverhandlungen gegen Dortmunder Neonazis in den letzten Wochen u.a. wegen des Überfalls auf die DGB-Demo am 1. Mai 2009, die Kneipe »Hirsch-Q« im Dezember 2010 sowie auf Jugendliche mit Migrationshintergrund auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt im November 2011.
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Soliparty im AZ Mülheim

Am Samstag, den 4. August findet bereits die zweite Soliparty für’s Dortmunder Antifacamp im AZ Mülheim (Auerstraße 51) statt.

Ab 22 Uhr gibt’s Techno & House für die Ohren von Fragment (Tanzflur), TheElectricTaste (Klangwerk, Tanzflur) und Conny Island (Ballroom Blitz) | Eintritt: 3 €.

Die Überschüsse dieser Party kommen der Finanzierung des Camps zugute.

Vorher, um 20 Uhr, lädt das AZ zu einer Veranstaltung zur Geschichte der Antifa ein.
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Aufruf aus Berlin/Brandenburg

Antifas und radikale Linke aus Berlin und Brandenburg mobilisieren mit einem eigenen Aufruf zum Dortmunder Antifacamp:

Auf zum Camp – Auf zur Blockade
Wenn Antifa – dann Dortmund!

Seit dem Bekanntwerden der NSU Morde fragen wir uns, warum die überwältigende Mehrheit der radikalen Linken, auch die Antifa, sich so gut wie gar nicht solidarisch an die Seite der Betroffenen gestellt hat. Trotz Antifa-Recherche hat die Organisiertheit und Kaltblütigkeit der Morde so manche von uns überrascht. Was heißt das für uns? Ist unsere Analyse unzureichend? Sind unsere Handlungsstrategien, z.B. unsere Bündnisorientierung, zu beschränkt und inwiefern? Was für Aktionen sind angesichts dessen überhaupt angemessen? Und wo finden wir endlich mal Zeit und Raum, darüber auch grundsätzlich und ohne tagesaktuelle Hektik nachzudenken und zu diskutieren? Es ist Zeit für ein größeres und längeres Treffen!

Zusammen denken, zusammen handeln –
Bundesweites Antifacamp & Blockade in Dortmund

→ Den kompletten Aufruf aus Berlin/Brandenburg hier lesen

“Slime” auf dem Antifacamp

Pressemitteilung: Die Initiatorinnen des bundesweiten Antifacamps Dortmund gaben am 23. Juli 2012 bekannt, dass die Punkband “Slime”, die in der Szene Kultstatus hat, das bundesweite Antifa-Camp in Dortmund unterstützt. Aus diesem Grund kommen die Hamburger Musiker am 28. August nach Dortmund, um auf dem Camp ein Konzert zu geben. Neben “Slime”, die sich von jeher antifaschistisch positionierten und dem auch mit Liedern wie “Schweineherbst” Ausdruck gaben, wollen aber auch andere bundesweit bekannte Bands ein Zeichen gegen den braunen Spuk in Dortmund setzen.

Auf ihrer Website antifacamp.org stellen die Organisatorinnen des Antifacamps Dortmund die Bands vor, die bei den Konzerten am 25. und 28. August auf dem Camp auftreten werden. „Slime“ werden zusammen mit der experimentellen Cello-Punkband „Guts Pie Earshot“ und dem Rapper „Refpolk“ am Dienstag, den 28. August, auf dem Dortmunder Camp auftreten. Bei dem Auftaktkonzert am Samstag, den 25. August, werden „Sniffing Glue“ (Hardcorepunk), „Yok“ (Berliner Kult-Liedermacher) und „Waving the Guns“ (Hip Hop) spielen. Viele der Bands haben auch über die antifaschistische Szene hinaus einen hohen Bekanntheitsgrad.
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Vor der Haustür der Dortmunder Nazis

Die LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW – beschäftigt sich in der jüngst erschienen #48 mit dem Dortmunder Antifacamp. Ein Artikel der aktuellen Ausgabe ist das folgende Interview mit den Organisator_innen des Camps:

»Vor der Haustür der Dortmunder Nazis«

Vom 24. August bis zum 2. September 2012 findet in Dortmund ein bundesweites Antifa-Camp statt. Der Organisationskreis setzt sich aus verschiedenen Spektren zusammen. Wir sprachen mit Wiebke aus Berlin, die seit mehreren Jahren in der autonomen Antira-Bewegung aktiv ist, und mit Jan, der ebenfalls aus autonomen Zusammenhängen kommt. Johanna engagiert sich in einer Antifa-Gruppe im Ruhrgebiet und Tobias im Dortmunder Antifa-Bündnis (DAB).

Warum eigentlich ein Antifa-Camp in Dortmund?

Jan (J): Bei der Nachbereitung auf der Autonomen Vollversammlung NRW (AVV) wurden die zwei Wochen vor dem „Nationalen Antikriegstag“ als ein zentrales Problem benannt. In diesen „Aktionswochen“ treten die Neonazis verstärkt aktionistisch und gruppenweise auf: Täglich verteilen sie im Stadtgebiet Flugblätter, verkleben Plakate und machen regelrecht Jagd auf vermeintliche und tatsächliche Antifas und Linke. Wenn Dortmunder Neonazis zwei Wochen aus dem ganzen Bundesgebiet Unterstützung erhalten, ist es notwendig, auch als Antifa zahlreich präsent zu sein.
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Soli-Punkkonzert im AZ Köln

Am Samstag, den 28. Juli findet im AZ Köln (Wiersbergstrasse 44) ein Soli-Konzert für das bundesweite Antifa Camp 2012 in Dortmund statt.

Gute Musik gehört zum Sommer genau so wie gutes Wetter. Gute Punk-Musik sowieso!

Punk ist eine DIY-Bewegung. Neue und alte Bands brauchen einen Platz um ihre unkommerzielle Kunst zu verbreiten. Das AZ ist ebenfalls ein Ort, der vom aktiven Mitgestalten lebt. Punk und AZ gehören daher zusammen wie Sid und Nancy, wie Bonnie und Clyde, eben wie gutes Wetter und noch bessere Musik!
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Warum starb Ousman Sey?

Aufruf zur Demonstration am 20.7, 18 Uhr | Dortmund HBF-Nord

Am Morgen des 7. Juli 2012 starb der aus Gambia stammende Ousman Sey im Dortmunder Polizeigewahrsam. Zuvor hatte Sey zwei Mal vergebens einen Krankenwagen gerufen, weil er sich schlecht gefühlt hatte. Nach dem ersten Eintreffen diagnostizierten die Rettungskräfte ein Herzrasen und attestierten ihm, noch kein Fall für das Krankenhaus zu sein. Als Sey eine halbe Stunde später erneut einen Krankenwagen rief, litt er Angaben seines Bruders zufolge bereits unter Krampfanfällen. Außerdem begann er angeblich, in seiner Wohnung zu „randalieren“, weshalb Einsatzkräfte der Polizei gleichzeitig mit den Rettungskräften eintrafen. Diese attestierten Sey erneut, nicht ins Krankenhaus zu müssen – eine Untersuchung durch den Polizeiarzt im Gewahrsam reiche aus. Dies geschah, obwohl eine im selben Haus wohnende Krankenschwester den Einsatzkräften klarzumachen versuchte, dass Ousman Sey dringend ins Krankenhaus gebracht werden müsse.
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Antirassistisch campen und kämpfen

Das No Border Camp 2012 auf den Kölner Poller Wiesen am Rheinufer hat begonnen! Neben der Beschäftigung mit verschiedenen Formen von institutionellem Rassismus, Alltagsrassismus und rassistischen Diskursen soll hier praktisch Widerstand gegen eben jene geleistet werden! Das Aktionscamp bietet Raum für gemeinsame Aktionen, Workshops, Diskussionen und Vernetzung. Die Organisator*innen haben ein umfangreiches Programm für die Woche vom 13. bis 22. Juli auf die Beine gestellt.

Im Rahmen der Zusammenarbeit von No Border- und Antifa-Camp wird es auf dem Kölner NBC auch einen Antifa-Tag geben. Ein Beitrag ist eine Veranstaltung zum rassistischen Terror des “NSU” in Köln am Dienstag, 17. Juli um 20 Uhr.
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Pressemitteilung zum Tod von Ousman Sey

Pressemitteilung: Bundesweites Antifacamp fordert Aufklärung des Todes von Ousman Sey und vermutet rassistische Motive bei Rettungsdienst und Polizei

Am 7. Juli starb der aus Gambia stammende Ousman Sey in Polizeigewahrsam. Zuvor hatte er zweimal vergeblich den Rettungsdienst gerufen, der seinen Gesundheitszustand jedoch als unbedenklich einstufte. Nachdem Nachbarn die Polizei gerufen hatten, da Sey angeblich in seiner Wohnung „randalierte“, wurde er in Handschellen in Polizeigewahrsam verbracht. Dort sollte ihn ein Polizeiarzt untersuchen. Der dringliche Rat einer anwesenden Krankenschwester, dass Sey ins Krankenhaus müsse, wurde ignoriert. In Polizeigewahrsam starb Ousman Sey laut Angaben der Behörden dann an einem Atemstillstand.
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Camp-Anmeldung am Wilhelmplatz

Pressemitteilung: Antifacamp meldet Veranstaltung nähe Wilhelmplatz in Dorstfeld an

Die Organisatoren des Antifacamps Dortmund haben heute eine Dauerkundgebung vom 24.8. bis zum 2.9.2012 im Schulte-Witten-Park, in direkter Nähe zum Wilhelmplatz in Dorstfeld angemeldet. „Damit möchten wir ein klares Zeichen setzen, dass der Stadtteil keinesfalls die No-Go-Area ist, die die Neonazis dort durchsetzen wollen.“ Der Stadtteil Dorstfeld, insbesondere der Bereich um den Wilhelmplatz in Unterdorstfeld, gilt als Hochburg der Neonaziszene im Ruhrgebiet.
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Antifacamp veröffentlicht Programm

Pressemitteilung: Antifacamp veröffentlicht Programm

Die Initiatoren des bundesweiten Antifacamps in Dortmund veröffentlichen ihr politisches und kulturelles Programm für die Zeit des Camps vom 24.8. bis zum 2.9.2012.

Auf ihrer Website www.antifacamp.org haben die Initiatoren des Antifacamps in Dortmund-Dorstfeld ihr Programm für die Zeit des Camps veröffentlicht. „Wir freuen uns, ein ausgewogenes und vielfältiges Programm präsentieren zu können. Dieses wird an einigen Stellen sogar noch wachsen“, so Pressesprecher Tobias Schmidt. Inhaltlich werden sich die Veranstaltungen auf und rund um das Camp mit den Themen Rassismus, Militarismus, der sozialen Frage und natürlich Antifaschismus auseinandersetzen.
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Solikonzert im Druckluft Oberhausen

Am Donnerstag, den 12. Juli findet im Druckluft Oberhausen (Am Förderturm 27) ein Soli-Konzert und VoKü für das bundesweite Antifa Camp 2012 in Dortmund statt (Eintritt 8€ oder Soli-Eintritt 10€). Das Line-Up:

ab 16 Uhr: VoKü, Infostände, D.I.Y. or die

  • vegane Vokü, Kuchen & Gegrilltes (ihr könnt auch gerne euren eigenen veganen Grillkram mitbringen)
  • Graffitti Art, Stencils, Stick & Lick
  • Guerilla Strick Action
  • Jibel Jay (Beatbox)

ab 19 Uhr: Chanson, Punk & Rotziger Rap

1. Pressemitteilung zum Antifacamp

Pressemitteilung: Aktivisten kündigen antifaschistisches Camp in Dortmund-Dorstfeld an

Vom 24. August bis zum 2. September laden antifaschistische Gruppen aus NRW und ganz Deutschland zu einem Zeltlager in Dortmund ein. Anlass sind die seit Jahren stattfindenden Proteste tausender Menschen gegen den regelmäßigen Naziaufmarsch Anfang September.

Die Organisatoren des “Bundesweiten Antifacamps Dortmund” wollen den Zeitraum im Vorfeld des Naziaufmarsches für politische Aktionen und Veranstaltungen nutzen. Anna Potzetzki, Pressesprecherin des Vorbereitungskreises, erklärt: “Die Wochen vor dem Aufmarsch, die die Neonazis selber als “Aktionswochen” bezeichnen, waren in den letzten Jahren von Kundgebungen und Übergriffen geprägt. Hier wollen wir ansetzen. Es geht uns darum, die Neonazis unter Druck zu setzen und diese sogenannten “Aktionswochen” zu stören.”
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Vom Ferienkosmos zur Antifa-Area!

Auf dem Fusion-Festival wird es einen Antifa-Workshop zum Camp und mehr geben. Die Veranstaltung findet am Freitag, den 29. Juni, um 15.00 Uhr auf Fusion-Gelände statt.

Vom Ferienkosmos zur Antifa-Area! Bundesweites Antifacamp 2012.

Nachdem die rassistische NSU-Mordserie und die Verstrickung der Geheimdienste darin offensichtlich wurde, nachdem weiterhin Migrant_innen, Antifas, Jüdinnen und Juden und sogenannte soziale Randgruppen wie Obdachlose durch faschistische Netzwerke bedroht und gefährdet und durch einen weit verbreiteten Rassismus im Alltag diskriminiert werden, ist eine antifaschistische Diskussion, Vernetzung und gemeinsames antifaschistisches Handeln nach wie vor dringend nötig.
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Aufruf zum bundesweiten Antifacamp 2012

Bundesweites Antifa-Camp vom 24.08. – 02.09.2012 in Dortmund

Warum Dortmund

Dortmund ist seit Jahren für sein Naziproblem bekannt. Der sogenannte “Nationale Antikriegstag” hat ähnlich wie das faschistische “Gedenken” an die Bombardierung Dresdens bundesweite Bedeutung für die Naziszene. Zudem machen Dortmunder Nazistrukturen, wie der “Nationale Widerstand Dortmund (NWDO)” und die “Skinhead-Front Dorstfeld”, immer wieder durch offensive Aktionen, bewaffnete Übergriffe und Anschläge von sich reden. Im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld haben sich neonazistische Strukturen über Jahre hinweg durch mehrere Wohngemeinschaften und das “Nationale Zentrum” ausbreiten können.

→ Den kompletten Aufruf aus NRW hier lesen

Interview auf dem Euromayday-Ruhr

Auf dem Euromayday-Ruhr am 30. April in Bochum fand eine Soli-Aktion für die beiden großen Aktionscamps in diesem Sommer statt. Aktivist*innen entrollten Banner zum Antifa-Camp und zum No Border Camp 2012 vom Dach eines Hauses. Auf der Euromayday-Parade gaben Antifaschist*innen währenddessen ein Interviewbeitrag in dem sie sich zur Motivation des Antifa-Camps äußerten.

Frage: Wir haben gehört, ihr plant ein Antifa-Camp in Dortmund. Wann soll das stattfinden und was möchtet ihr damit erreichen?
Antwort: Das bundesweite Antifa-Camp wird vom 24. August bis 2. September in Dortmund stattfinden. Organisiert wird es von Gruppen aus NRW zusammen mit Gruppen aus Dortmund. Dabei wird es ein buntes Programm an Aktionen, Kultur und Workshops geben. Wir möchten damit einen Raum schaffen, den wir gemeinsam und gegen Nazis gestalten können.

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Mobitour startet in 3, 2, 1, …

Zur Zeit planen wir eine Info- und Mobitour, um über den Stand der Vorbereitungen zu berichten und gemeinsam die Idee eines bundesweiten Camps zu diskutieren. Dabei setzten wir darauf, dass sich Menschen aus möglichst vielen Städten aktiv in die Vorbereitungen einbringen. Wenn ihr eine Mobiveranstaltung bei euch machen wollt, kontaktiert uns.

Gerne kommen wir auch in eure Stadt – schickt uns einfach Terminvorschläge. Die ersten Veranstaltungen starten bereits in diesen Tagen in Leipzig, Erfurt, Dresden und Chemnitz. Eine Überischt über bereits feststehenden, Veranstaltungen findet ihr hier.

Spendenkonto und Soli-Buttons

Es gibt jetzt ein Spendenkonto für’s Antifa-Camp:
(Wichtig: Immer Verwendungszweck angeben!)

Rote Hilfe e.V.
Konto Nr. 663 761 466
Postbank Dortmund
BLZ 440 100 46
Verwendungszweck: Antifacamp Dortmund 2012

Außerdem hat der Schwarze Socke Mailorder sein Angebot freundlicherweise um Antifa-Camp Soli-Buttons erweitert. Vielen Dank!

Bundesweites Antifacamp in Dortmund

Seit Jahren demonstrieren Dortmunder Neonazis unter dem Motto “nationaler Antikriegstag” am ersten Septemberwochenende. Sie nutzen den in der rechten Szene fest etablierten Termin, um ihre rassistischen, antisemitischen und geschichtsrevisionistischen Ansichten zu verbreiten.

Die Wochen vor dem Aufmarsch sind von zahlreichen Aktionen der rechten Szene und von nächtlichen Übergriffen auf Antifaschist_innen geprägt. Wir wollen dem Naziaufmarsch und den sog. nationalen “Aktionswochen” unseren Widerstand entgegensetzen und organisieren ein Bundesweites Antifacamp nahe des Stadtteils Dortmund Dorstfeld, wo der harte Kern der Dortmunder Naziszene in Wohngemeinschaften einen Rückzugsraum gefunden hat.

Neben den Aktionen gegen Nazis wollen wir einen Raum schaffen, in dem Austausch und Vernetzung zwischen Antifagruppen möglich ist. In Workshops und Diskussionen wollen wir aktuelle Themen der antifaschistischen Arbeit beleuchten. Hierbei ist es uns wichtig auch über den Tellerrand der Anti-Nazi-Arbeit zu gucken und andere Themen linker Politik aufzugreifen. Es wird Aktionstage zu den Themen Rassismus, Militarismus und der sozialen Frage geben.

Ziel unseres Camps ist es, antifaschistische Strukturen sowohl vor Ort als auch bundesweit zu stärken und mit einer direkten Intervention in Dortmund den Neonazis ihren Aufmarsch zu nehmen.

Kommt vom 24.8. bis zum 2.9.2012 nach Dortmund!